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Gastaussstellung Kunst- und Kulturverein Wullersdorf - Ausstellungen Neubeuern

Gastausstellung des Kunst- und
Kulturkreises Wullersdorf

vom 31.10. bis 09.11.2025


zu den Arbeiten von Arbeiten von Hans Heibl, Dorothee Henrich, Anne Hesselmann, Maresa Jung
zu den Arbeiten von Andreas Singer, Ingrid Steiner, Christa Ulmer-Thurn, Isabella Waldheim
Arbeiten von Ulrike Kirchner, Sabine Klis, Regina Marmaglio, Jutta Mayr
zu den Arbeiten von Alexa Ahrabian, Therese Austermann, Siglinde Berndt, Xandi Fradl
Gastausstellung des Kunst- und Kulturkreises Wullersdorf aus dem österreichischen Weinviertel in der Galerie am Markt in Neubeuern

Die jährliche November-Ausstellung in der Galerie am Markt ist traditionell für Gastgruppen reserviert. In diesem Jahr zeigt durch die Vermittlung von Manfred Plonus, dem langjährigen Mitgliedes des Künstlerkreises Neubeuern, der Kunst- und Kulturkreis Wullersdorf aus dem österreichischen Weinviertel seine Arbeiten in Neubeuern.
  
Der Obmann des Kunst- und Kulturkreises aus Wullersdorf, Andreas Semerad, zeigte sich sehr erfreut, zum ersten Mal in Bayern ausstellen zu dürfen und sprach auch gleich eine Gegeneinladung für September nächsten Jahres aus.

Von Manfred Plonus ist das einzige Bild in der Ausstellung, das keinen Titel hat. Die Laudatorin Ulrike Gierlinger erinnerte das an Wassily Kandinsky, der sich immer darüber geärgert hat, dass alle immer als Erstes auf die Titel schauen, und seine Bilder deshalb oft nur Komposition oder Improvisation genannt hat. Manfred Plonus bearbeitet eigene Fotos und Bilder die er im Netz findet und überarbeitet sie am Computer. Aber dieses Bild unterscheidet sich von seinen früheren. Es besticht durch den Rot-Grün-Kontrast und ist nicht gegenständlich sondern abstrakt.
  
Ernst Exinger, ein Künstler der besonderen Art, der immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten in der Kunst ist, absolvierte eine Lehre als Tischler, erlernte den Beruf eines Meerschaumpfeifendrechlers und bildete sich zum Innenarchitekten weiter. Kurz darauf begann er dann auch mit der Collagen- und Aquarellmalerei. In der Ausstellung ist er mit den Bildern „Vögel“, „Kellerberg“ „Verbunden“ und „Feuerball“ (alle Acryl auf Leinwand) vertreten.

Bei Karin Stöllner an war die Kreativität schon von Kindheitstagen immer im Vordergrund. Zeichnungen, Malereien und Fotografie sowie auch großes Interesse an der Technik runden das Gesamtbild ab. Ihre Bilder „Big City“, „The River“ und „Blue Forest“ in Spachteltechnik Acryl, entstanden 2024 und 2025, ziehen, egal ob Stadt oder Natur, in die Tiefe hinein.

Die Keramik von Edith Hörmann, der Stellvertreterin des Obmanns Andreas Semerad, heißt „AndersARTig“. Der Name ist so vielseitig wie das Kunstwerk selbst. Man kann lesen andersartig, artig oder andere ART, also andere Kunst, oder auf andere Weise artig. Die Kopfplastik besteht aus einem Kopf, in dem mehrere Gesichtszüge enthalten sind.

Gisela Steiger-Semerad absolvierte 2016 eine Ausbildung bei Arno Stern in Paris. Ihre beiden Bilder „Waldstücke“ (Acryl) zeigen keinen geheimnisvollen Wald, sondern er wirkt eher als wäre er abgebrannt. Auf jedem Bild ist eine Person im Vordergrund, die verwirrt und suchend wirkt aber doch mit dem Hintergrund verwoben ist.

Der Fotograf Tommy Vögel zeigt sein Tryptychon „Spiegelbild Befragung“ und „Dein Kopf ist mir fremd“. „Dein Kopf ist mir fremd“ ist ein Schnappschuss, aber er wirkt gestellt und komponiert. Hinter einem Kopf aus Keramik steht eine Person, die genauso steht, als würde der Kopf ihr gehören. Sogar die Person, mit der sie sich unterhält, steht auf gleicher Höhe.

Der Bildhauer Kurt Spitaler absolvierte ein Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste bei Bruno Gironcoli. Seine „Verbindung Rot“ besteht aus zwei Holzbrettern, die aber eine besonders schöne Struktur haben und nicht gehobelt sondern gesägt sind. Und diese Holzbretter sind mit einer roten Kordel verbunden, aber nicht immer in der gleichen Richtung sondern auch gegenläufig. Jeder hat schon einmal Dinge vernäht oder auch zusammengebunden, aber die Kombination von Holz und Naht ist das Ungewöhnliche und Besondere.

Regina Hüller hat zwei Zeichnungen, nämlich „Tarantel“ und „Wintrauben“ ausgestellt. Sie arbeitet mit einem 0,4 mm Punkte-Fineliner. Auf den Zeichnungen ist nichts gestrichelt, sondern sie bestehen nur aus 0,4 mm Tupfen, mit denen sie Licht- und Schattenspiele und sogar den Glanz der Weintrauben eingefangen hat.

Die Textilkünstlerin Lizzy Mayrl verwendet für ihre Arbeiten hauptsächlich den Werkstoff Filz. Als Diplomarbeit legte sie am Institut für Theorie und Geschichte der Architektur eine Studie über die mongolische Jurte vor. Zwei Wandbehänge mit den Namen „Rot“ und „Gelb“ mit differenzierter Farbigkeit in verschiedenen Feldern hängen an der Wand.

Der Fotograf, Maler und Grafiker Andreas Semmerad, zeigt zwei „Loops“ (Öl auf Glasfaserplatte), die in Schwingung sind, aber bei näherem Hinsehen auch Ausbrüche zeigen, die die Geschwindkeit verlangsamen.

Vier Mal „Struktur und Chaos“ aus den Jahren 1980 bis 2025 zeigt Reinhard Srb in seinen Fotografien. Damit arbeitet er. Da gibt es eine lackierte Fläche und daneben eine rostige Oberfläche oder eine glatte Oberfläche breitet sich über ein rostiges Teil aus.

Die „Arlberger Ansichten“ von Andreas Herok passen natürlich gut nach Neubeuern, auch wenn es eine andere Bergkulisse ist. Er hat dabei Ölfarbe mit Tusche auf Dibond verbunden.  Dibond besteht aus zwei 0,3 Millimeter dicken Aluminiumschichten, die mit einem Polyethylenkern thermisch verbunden werden.
Bei Uschi Halmagyl gehen „Vier Engel auf Reisen“. Sie verwendet Ansichten aus der Kunstgeschichte, faltet dann Abbildungen von Gemälden und legt sie auf einen roten oder dunklen Hintergrund.
  
Am Ende der Ausstellung zeigt Franz Seidl die „Weinviertler Wasserwelt“ (Aquarelle), die auf den ersten Blick wie Fotografien wirken, während die Bilder (auf Alu-Dibond und Textil) von Leo Pluschkowitz, die „Presshäuser“ im Weinviertel darstellen und auch „Filigran“ wirken, Fotografien sind.
© www.ausstellungen-neubeuern.de 2023-2026
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