Ziemlich viele Leute 2
Ulrike Kirchner und Helga Zellner
Malerei und Keramik
vom 10. bis 19. Oktober 2025
Ziemlich viele Leute kamen bereits zur Eröffnung der gleichnamigen Ausstellung in die Galerie am Markt zu der Ulrike Kirchner die Keramikerin Helga Zellner als Gast eingeladen hat.
Bereits 2022 haben diese beiden Künstlerinnen unter demselben Titel in der Galerie am Markt ausgestellt.
Ulrike Kirchner hat durch ihr Geographiestudium, ihr Geburtsland Chile und durch ihre vielen Reisen einen Blick dafür, dass es trotz der vielen Menschen in der Welt kein Gedränge geben muss sondern alle in ihrer Vielfalt einen Platz haben.
Im Laufe der Zeit hat sich in ihrem Archiv eine große Zahl an Fotomaterial und Malutensilien angesammelt um ein umfangreiches Spektrum ihrer Ideen und Inspirationen zu ermöglichen. In den ausgestellten Collagen zeigen sich ihre vielfältigen Arbeitsweisen. Sie bearbeitet auf Leinwand und Eisen Fotografien, Zeichnungen und Zeitungsausschnitte mit Acryl- und Aquarellfarben und Wachs in vielen Schichten. Zwischen jede Schicht kommt flüssiges Wachs. Durch diesen Effekt wirkt das Wachs wie ein Schleier, der den Hintergrund durchscheinen lässt. Die letzte Schicht ist immer eine hoch und uneben aufgetragene Wachsschicht. Dadurch entsteht optisch ein dreidimensionales Bild das den Eindruck erweckt, dass die Personen im Vordergrund, die zum Teil auch über den gesetzten Rahmen des Bildes hinausragen, das Geschehen im Bild beobachten.
Im Laufe der Zeit hat sich in ihrem Archiv eine große Zahl an Fotomaterial und Malutensilien angesammelt um ein umfangreiches Spektrum ihrer Ideen und Inspirationen zu ermöglichen. In den ausgestellten Collagen zeigen sich ihre vielfältigen Arbeitsweisen. Sie bearbeitet auf Leinwand und Eisen Fotografien, Zeichnungen und Zeitungsausschnitte mit Acryl- und Aquarellfarben und Wachs in vielen Schichten. Zwischen jede Schicht kommt flüssiges Wachs. Durch diesen Effekt wirkt das Wachs wie ein Schleier, der den Hintergrund durchscheinen lässt. Die letzte Schicht ist immer eine hoch und uneben aufgetragene Wachsschicht. Dadurch entsteht optisch ein dreidimensionales Bild das den Eindruck erweckt, dass die Personen im Vordergrund, die zum Teil auch über den gesetzten Rahmen des Bildes hinausragen, das Geschehen im Bild beobachten.
Die Künstlerin malt ihre Hintergründe, die Gegenstände und die Figuren nicht mit dem Pinsel sondern mit den Fingern. Das erhöht den Eindruck der Farbigkeit und lässt die Gesichter der einzelnen Personen trotz der vermeintlichen Gemeinschaft und Geselligkeit anonym erscheinen und hebt trotzdem ihre besonderen Eigenschaften hervor.
Besonders beachtenswert sind die Collagen der Markttage in Marokko. Trotz der abgewandten Gesichter, der Schleier und der wallenden Gewänder ist die Geschäftigkeit zu spüren. Auffällig ist bei den anderen Bildern aber auch, dass, bei der vermeintlichen Offenheit der westlichen Gesellschaft, auf Reisen, in den Restaurants, den Beachbars, den Straßencafes und am Strand, nur die vorwitzigen Girls den Betrachter anschauen. Auch hier bleiben die Gesichter abgewandt oder hinter Sonnenbrillen und Smartphones verborgen.
Bei der Keramikerin Helga Zellner fließen, wie die Laudatorin Ulrike Gierlinger so schön bemerkte, die Gestalten aus Ton aus ihrem Kopf sozusagen in die Finger hinein. Jede Figur ist ein absolutes Unikat. Es gibt keine Formen und keine Zeichnungen dazu. Auch der vermeintliche Farbanstrich ist kein nachträglicher Farbauftrag, sondern die Figuren werden schon farbig gefasst bevor sie gebrannt werden. Diese Technik wird Engobe genannt. Engoben, eine faszinierende Komponente in der Welt der Keramik, sind fein vermahlene Tone, die mit Farbkörpern und/oder Oxiden angereichert sind. Diese speziellen Mischungen finden ihre Anwendung auf lederharten, ungebrannten Tonstücken, wo sie nach dem Rohbrand eine matte und leicht raue Oberfläche hinterlassen. „Das Besondere dabei ist“, wie Helga Zellner dazu erklärt, „dass es oftmals Überraschungen gibt, welche Farben nach dem Brennvorgang zu sehen sind“.
Obwohl auf den ersten Blick die Figuren von Helga Zellner im Vergleich zu den „bevölkerten“ Collagen von Ulrike Kirchner ziemlich einsam und allein erscheinen, bemerkt man doch am Ende, dass Einsamkeit keine Frage des Alleinseins ist.